Marokko Teil 6

Wir fahren von Quarzazate weiter nach Aït-Ben-Haddou. Der alte Teil wurde als Filmkulisse für viele Filme: Sodom und Gomorrha (1962), Lawrence von Arabien (1962), Die Bibel (Film), Der Mann, der König sein wollte (1975), Jesus von Nazareth (1977), Auf der Jagd nach dem Juwel vom Nil (1985), James Bond 007 – Der Hauch des Todes (1987), Die letzte Versuchung Christi (1988)

Auf der Fahrt in Richtung Tafraout, immer wieder wunderschöne Landschaftsbilder.

Schneebedecktes Atlasgebirge

Provinzgrenze

In Taznakht auf einem grossen leeren Platz beabsichtigen wir zu übernachten. Im Sichtfeld die Gendarmerie Royale. Also besser mal fragen ob das o.k. ist. Nach sehr eingehender Passkontrolle wurde uns diese Übernachtung aber erlaubt.

Am Morgen geht es wieder weiter.

In Taliouin ist Markt. Toi will etwas kochen, und ich besichtige in dieser Zeit das Geschehen.

Ab hier, fahren wir durch ein Gegend und ein Tal, das uns aus optischer Sicht und Strassentechnisch oft die Sprache verschlägt.

Und irgendwo im Nirgendwo, kommen die zwei Kerle daher. Wir sind ja ausgerüstet, also bekommen die zwei etwas zu fressen.

Es geht noch eine Weile weiter. Mal sehen wie viele Kaputte Brücken noch kommen.

Wir sind froh in Igherm auf dem Dorfplatz, einen trockenen und in dieser regnerischen Zeit sicheren Platz gefunden zu haben.

Am nächsten Morgen fahren wir wider weiter in Richtung Tafraout. Ganz gewaltig sind die extrem vielen Terrassen die für den Anbau von Weizen und Gerste wären. Aber durch die vielen trockenen Jahre kaum noch genutzt werden. Die Menschen im Arbeitsalter wandern in die grossen Städte oder gar ins Ausland ab. Von dort wird Geld nachhause gesendet das die Menschen hier auch überleben können.

Wir erreichen Tafraout, wo auch mal wieder die Sonne scheint. Wir stellen uns auf den Campingplatz. Hier können wir uns am Strom anschliessen, und so den Kühlschrank vom Gas nehmen. Weil das Gas LPG tanken in Marokko nicht möglich ist.

Tafraout und Umgebung ist eine Ecke die wir bestimmt wieder besuchen werden. Tafraout ist auch die Hauptstadt der handgemachten Lederschuhe.

Auf der Weiterfahrt nach drei Tagen kommen wir vorbei am Le Châpeau de Napoléon

Und fahren zu den bekannten blauen Felsen. Die „Blauen Steine“ des belgischen Künstlers Jean Vérame, der im Jahr 1984 unweit der Straße südlich von Agard-Oudad riesige, von der Erosion rundgeschliffene Granitblöcke mit leuchtend bunten Farben angemalt hat. Noch großflächigere und ebenso umstrittene Kunst hat der gleiche Künstler im Sinai hinterlassen in der dort bekannten „Blue Desert“. Inzwischen wurden die meisten der Steine bei Tafraoute neu bemalt.

Wieder auf einer Strasse mit Belag fahren wir Richtung Meer (Atlantik). Erneut durch schöne Landschaften und Terrassen.

Am Abend enden wir nahe Bouizakarne abgelegen auf einem Platz einer Familie.

Am Samstag ist in der nächsten Stadt Guelmim Kamelmarkt. Den haben wir aber nicht gefunden weil ich irgendwo falsche Angaben ausgegraben habe. Also noch eine Stunde weiter und runder nach Sidi Ifni an den Atlantik. Dies ist auch etwa der Südlichste Punkt dieser Reise.

Das wir nun am Meer sind, merkt man sofort. Wir sind nicht mehr alleine, die Plätze sind voll mit den Überwinterern, welche mit der Fähre rüber kommen, bis hierhin, oder noch etwas weiter in die Westsahara fahren, und sich dann drei Monate oder mit Visaverlängerung noch länger hinpflanzen und hier wohnen. Nicht ganz unsere Welt.

Am Sonntag ist in Sidi Ifni oben im Dorf ein riesiger Markt.

Die Frauen sind hier viel farbiger angezogen als oben in den Bergen.

Mein Freund der Coiffeur

In und um Sidi Ifni

Und dann ist ja da auch noch Weihnachten. Also kochen wir uns etwas, was wir sonst nicht so kochen. Hier der Werdegang eines Dromedars.

Lecker war war unser Wheinachtsessen.

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Marokko Teil 5